FAQ

Fragen in der Rubrik "Forschungsthemen und -programm":

Gibt es inhaltliche Vorgaben bzw. methodische Einschränkungen für den Antrag zur Neuausschreibung eines Ludwig Boltzmann Institutes?

Gibt es einen eigenen Budgetanteil für den geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Bereich?

Ist die Änderung des Forschungsprogramms innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens von sieben Jahren möglich?

Was heißt „Doppelgleisigkeiten vermeiden"?

Ist es sinnvoll, bei der Antragstellung die (Forschungs-)Schwerpunkte der Partnerorganisationen zu berücksichtigen?

Kann auch im Zuge einer rein multizentrischen Studie geforscht werden?

Ist unter „Translational Research" ausschließlich Forschung gemeint, die mittelfristig Perspektiven für eine wirtschaftliche Umsetzung hat oder wäre Forschung, die mittelfristig Konsequenzen für Diagnostik und Therapie von Patienten hat, auch darunter zu verstehen?




Antworten:

Gibt es inhaltliche Vorgaben bzw. methodische Einschränkungen für den Antrag zur Neuausschreibung eines Ludwig Boltzmann Institutes?

Die inhaltlichen Vorgaben beschränken sich auf die Festlegung der beiden Bereiche Humanmedizin, klinische Forschung resp. Life Sciences sowie Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Alle Anträge, die in diese Bereiche fallen und den Formalkriterien entsprechen, werden begutachtet. Methodische Einschränkungen gibt es keine.



Gibt es einen eigenen Budgetanteil für den geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Bereich?

Nein. Die Ausschreibung richtet sich an alle Institutionen mit Wissenschaftlern aus den Bereichen Humanmedizin, klinische Forschung resp. Life Sciences sowie Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die Proponenten der besten Anträge sollen - unabhängig von der thematischen Ausrichtung - ein Ludwig Boltzmann Institut erhalten.



Ist die Änderung des Forschungsprogramms innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens von sieben Jahren möglich?

Im dem mit den Partnern abzuschließenden Vertrag zur Einrichtung eines Ludwig Boltzmann Instituts wird das im Zuge der Ausschreibung von den Experten evaluierte Forschungsprogramm vereinbart. Auf aktuelle Entwicklungen und/oder neue Erkenntnisse soll jedoch im Laufe des Instituts eingegangen werden können; daher ist eine sinnvolle Änderung in Abstimmung mit allen Partnern und der Ludwig Boltzmann Gesellschaft möglich. Auch bei neuen Partnerkonstellationen kann eine Anpassung des Forschungsprogramms notwendig werden. Die Kohärenz des Forschungsprogramms darf dadurch allerdings nicht verloren gehen.



Was heißt „Doppelgleisigkeiten vermeiden"?

Es soll keine Fortsetzung von bestehenden Forschungsprogrammen bedeuten, die bereits innerhalb einer Forschungsorganisation laufen und auch ohne Ludwig Boltzmann Institut umsetzbar sind. Es kann und soll auf bestehendem Wissen und vorhandenen Strukturen aufgebaut werden, es muss aber Neues und Originelles entwickelt werden. Ein Ludwig Boltzmann Institut kann Impulsgeber für die Entwicklung neuer Forschungsgebiete sein.



Ist es sinnvoll, bei der Antragstellung die (Forschungs-)Schwerpunkte der Partnerorganisationen zu berücksichtigen?

Ja, die Tätigkeit in einem Schwerpunktbereich signalisiert großes Interesse eines Partners.



Kann auch im Zuge einer rein multizentrischen Studie geforscht werden?

Es hängt davon ab, ob Originalität und ein „News-Wert" vorhanden sind. Die Rolle der Partner sowie die wechselseitigen Beiträge und der Nutzen sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Wenn die multizentrische Studie nicht über eine bestehende klinische Studie hinausgeht, reicht es nicht. Es sollen keine „Dokumentationszentralen" entstehen. Das Programm sollte genügend Substanz für Forschung über sieben Jahre bieten, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Entwicklungsperspektiven bieten zu können.



Ist unter „Translational Research" ausschließlich Forschung gemeint, die mittelfristig Perspektiven für eine wirtschaftliche Umsetzung hat oder wäre Forschung, die mittelfristig Konsequenzen für Diagnostik und Therapie von Patienten hat, auch darunter zu verstehen?

Auch Konsequenzen im Bereich der Diagnostik und Therapie haben wirtschaftliche Implikationen und sind deshalb von „Translational Research" erfasst.