FAQ

Fragen in der Rubrik "Allgemeines":

Was für eine Rechtsform werden die Ludwig Boltzmann Institute haben?

Welche Leistungen erbringt die Ludwig Boltzmann Gesellschaft im Zusammenhang mit den neuen Ludwig Boltzmann Instituten?

Wie weit ist die LBG in das Management eines LBIs eingebunden?

Wie setzt sich der wissenschaftliche Beirat zusammen?

Gibt es einen Wettbewerbsnachteil bei EU-Programmen aufgrund der 7jährigen Laufzeit des Instituts?

Welche Vorgaben wird die Ludwig Boltzmann Gesellschaft hinsichtlich der „Corporate Identity" machen?

Wer wird Vertragspartner für Projekte, die vom Ludwig Boltzmann Institut eingeworben werden?

Kann die Laufzeit von sieben Jahren verlängert werden?

Bevorzugt die Ludwig Boltzmann Gesellschaft die räumliche Konzentration oder die Form eines Kooperationsclusters mit mehreren Standorten – vor allem auch im Hinblick auf Kosteneinsparungen durch das Nutzen von bereits vorhandener Infrastruktur?




Antworten:

Was für eine Rechtsform werden die Ludwig Boltzmann Institute haben?

Die zum Institut gehörenden Angelegenheiten werden innerhalb der Ludwig Boltzmann Gesellschaft GmbH (LBG GmbH) in einer eigenen organisatorischen Einheit mit getrennter Verantwortlichkeit und eigenem Rechnungskreis geführt - unbeschadet der Führung der Gesellschaft durch die Geschäftsführung der LBG GmbH. Die LBG GmbH ist eine 100%-Tocher des Vereins Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Innerhalb der neuen Institute soll jedenfalls ein hoher Grad an Autonomie berücksichtigt werden. Die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen wird im sog. „Vertrag zur Einrichtung eines Ludwig Boltzmann Instituts" geregelt.



Welche Leistungen erbringt die Ludwig Boltzmann Gesellschaft im Zusammenhang mit den neuen Ludwig Boltzmann Instituten?

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft führt die sog. „horizontalen" Aufgaben durch – wie etwa Lohnverrechnung, Personal, Buchhaltung und Controlling – und soll die Institute dadurch unterstützen. Außerdem wird die Ludwig Boltzmann Gesellschaft für die Zwischenevaluierung der Institute verantwortlich sein. Die Autonomie der neuen Ludwig Boltzmann Institute soll aber ein sehr hohes Ausmaß einnehmen.



Wie weit ist die LBG in das Management eines LBIs eingebunden?

Die LBG GmbH unterstützt die Institute in administrativen Belangen und hat für die Einhaltung aller rechtlichen Rahmenbedingungen zu sorgen. Für das Management und die internen Strukturen des LBIs ist die Institutsleitung verantwortlich. Die wissenschaftliche Ausrichtung obliegt der Institutsleitung; bei grundlegenden Adaptierungen des vereinbarten Forschungsprogramms ist die Zustimmung des Boards und somit aller Vertragspartner notwendig. Der wissenschaftliche Beirat soll der Beratung und somit auch der „Selbstkontrolle“ des LBIs dienen.



Wie setzt sich der wissenschaftliche Beirat zusammen?

Der wissenschaftliche Beirat wird pro Institut eingerichtet und mit Experten des jeweiligen Fachgebietes besetzt. Die LBG GmbH einerseits und die anderen Vertragspartner andererseits benennen jeweils gleich viele Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates längstens für die Dauer des Vertrages. Das fehlende weitere Mitglied des wissenschaftlichen Beirates wird von den Mitgliedern, die von den Vertragspartnern ernannt worden sind, bestellt. Der Wissenschaftliche Beirat soll das LBI, den Institutsleiter und die Mitarbeiter dabei begleiten, die wissenschaftliche Arbeit während der gesamten Laufzeit auf einem international konkurrenzfähigen Niveau durchzuführen. Der Beirat hat beratende Funktion und soll das LBI insbesondere im Hinblick auf die Qualität und Relevanz des Forschungsprogramms sowie auf die akademischen Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter unterstützen.



Gibt es einen Wettbewerbsnachteil bei EU-Programmen aufgrund der 7jährigen Laufzeit des Instituts?

EU-Projekte, die zum Forschungsprogramm passen, können innerhalb der 7jährigen Laufzeit abgewickelt werden. Die von Anfang an notwendige längerfristige Planung soll auch die rechtzeitige Einreichung eines EU-Projektes ermöglichen. Durch die längerfristige Planung und Finanzierung und die größeren Strukturen wird die Teilnahme an EU-Programmen für viele Institute erst wirklich möglich.



Welche Vorgaben wird die Ludwig Boltzmann Gesellschaft hinsichtlich der „Corporate Identity" machen?

Maßnahmen im Bereich der „Corporate Identity" sollen einheitlich für die gesamte Ludwig Boltzmann Gesellschaft erfolgen. Bei Veröffentlichungen ist auf das Ludwig Boltzmann Institut und auf die Kooperation mit den Vertragspartnern hinzuweisen.



Wer wird Vertragspartner für Projekte, die vom Ludwig Boltzmann Institut eingeworben werden?

Da die Institute innerhalb der Ludwig Boltzmann Gesellschaft GmbH geführt werden, wird auch die Ludwig Boltzmann Gesellschaft GmbH Vertragspartner. Die Durchführung von neuen Forschungsprojekten, die nicht Teil des ursprünglichen Forschungsprogramms sind, erfolgt aber in Abstimmung mit allen Partnern.



Kann die Laufzeit von sieben Jahren verlängert werden?

Im Antrag ist jedenfalls von der siebenjährigen Laufzeit auszugehen. Sollte sich aufgrund der Ergebnisse oder der positiven Entwicklung die Notwendigkeit einer Verlängerung ergeben, so ist dies in einem neuerlichen Antrag darzustellen.



Bevorzugt die Ludwig Boltzmann Gesellschaft die räumliche Konzentration oder die Form eines Kooperationsclusters mit mehreren Standorten – vor allem auch im Hinblick auf Kosteneinsparungen durch das Nutzen von bereits vorhandener Infrastruktur?

Diese Frage kann nicht allgemein beantwortet werden. Die Anzahl der Standorte hängt von der Konstellation der Partner und deren Möglichkeit ab, Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Solange eine stabile Struktur gewährleistet ist, sind mehrere Standorte nicht ausgeschlossen.